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Freitag, 29. Mai, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Lena Belz

Luftfrachtmenge sinkt im ersten Quartal

Harte Landung

Die Lagerräume der Luftfrachter sind nicht ausgelastet. Im ersten Jahresquartal hat sich die Wirtschaftskrise auch auf die Luftfrachtmenge niedergeschlagen. Tonnenweise Fracht hat in den Bäuchen der Flieger Platz, doch diese waren lange nicht so leer, wie derzeit.

Geringere Frachtmenge im Luftverkehr. (Quelle: flickr.com / Foto: alexpgp)

Geringere Frachtmenge im Luftverkehr. (Quelle: flickr.com / Foto: alexpgp)

Gemessen am Warenwert werden mehr als 40 Prozent des Welthandelsgutes per Luftfracht befördert. Der Dreh- und Angelpunkt der deutschen Luftfracht ist der Frankfurter Flughafen. Im Krisenjahr 2009 fallen die Daten zur Frachtmenge negativer aus als im Vorjahr. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte nun die aktuellen Zahlen für das erste Quartal dieses Jahres: Die Fluggesellschaften verzeichneten ein Minus von 14,7 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2008, mit knapp 420.000 Tonnen Fracht, sank die Menge der transportierten Güter auf fast 360.000 Tonnen.

Die Fluggesellschaften reagieren auf den Nachfragerückgang mit einer "Reduzierung der Kapazitäten, also vorübergehenden Stilllegung von Flugzeugen und Kurzarbeit im Cargo-Bereich", erläutert Leif Erichsen, Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Weitere Maßnahmen seien die Kürzung von Geräten und Frequenzen, also der Anzahl von Flügen innerhalb eines Zeitraums, sagt Sabine Teller, Pressesprecherin des Bundesverbands Deutscher Fluggesellschaften, gegenüber medien-mittweida.de.

"Luftverkehr ist von Konjunktur abhängig"

Durch die Globalisierung und die Zusammenarbeit von internationalen Unternehmen hat sich eine länderübergreifende Arbeitsteilung entwickelt, die einen schnellen Transport von Waren erfordert. Diesen Anspruch erfüllen die großen Frachtflugzeuge. Sie fliegen ihre Ziele nicht nur schnell und ohne Zeitverzögerung an, sondern bieten auch große Frachträume in denen Tiere, Autos, Bauteile oder Textilien Platz finden. 

"Die deutlichsten Rückgänge der Frachtmenge gibt es im amerikanischen und asiatischen Markt", betont Teller. Dadurch ist Deutschland stark betroffen, denn die frachtintensivsten Standorte, die die Bundesrepublik beliefert seien Memphis und Anchorage in den USA, die chinesische Metropole Hongkong, Seoul in Südkorea und die japanische Hauptstadt Tokio. "Der Luftverkehr ist eine Branche, die sehr deutlich von der allgemeinen Konjunktur abhängt", sagt Teller. Sobald die Konjunktur wieder ansteige, gehe es auch dem Luftverkehr besser. Leif Erichsen ist in dieser Hinsicht optimistisch: "Stabilisierung ist schon eingetreten, das heißt es wird nicht mehr schlechter, die Talsohle ist erreicht."

Schnelligkeit, Sicherheit, Geräumigkeit

Die Nachfrage nach dem alternativen Verkehrsträger Luftfracht wächst seit den sechziger Jahren stetig an. Die Entwicklung neuer Flugzeuge erlaubt den Transport größerer und schwererer Güter und sorgt für höhere Kapazitäten. Die Entscheidung für das Verkehrsmittel trifft der Kunde: "Oftmals sind für diesen die Transportgeschwindigkeit und die Sicherheit des Transports ausschlaggebend dafür, dass Ware per Luftfracht anstatt in LKW oder auf dem Schiffsweg befördert wird", erklärt Sabine Teller.



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