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Montag, 5. Oktober, Alter: 2 Jahre » Zurück

Von: Anni Sack

EU-Glühbirnenverordnung

Jetzt glimmt sie aus

Die 100-Watt-Glühlampe für den normalen Hausgebrauch verschwindet langsam aus den Läden. Gefragt sind nun Energiesparlampen mit einem höheren Anteil an "blauem Licht". Werden die Weihnachtsmärkte dadurch jetzt zu kühlen, blauen Veranstaltungen?

Sie glimmt nun immer mehr ihrem Ende entgegen

Sie glimmt nun immer mehr ihrem Ende entgegen (Quelle: pixelio.de/ Foto:designritter)

Bereits am 18. März dieses Jahres hatte die EU beschlossen, die Herstellung der Glühbirnen schrittweise abzuschaffen. Dies geht aus einer Verordnung der Ökodesign-Richtlinie hervor, die Teil der euröpäischen Energiepolitik ist. Ihr Ziel ist es, die Energie-Einsparungspotenziale voll auszuschöpfen. Am 1. September 2009 trat die "Phase 1" des Stufenplanes ein. Dies bedeutet im Einzelnen, dass matte und klare Lampen über 100 Watt nicht mehr für den Haushaltsgebrauch der EU produziert werden dürfen – ebenso Energiesparlampen, die nicht der Energieeffizienzklasse A angehören. Diese Verordnung soll Druck auf die Lampenhersteller ausüben und damit erzielen, dass sie energieeffizientere Produkte auf den Markt bringen.

"Die Zukunft gehört den LEDs"

Zur Auswahl stehen nun Energiesparlampen auf Basis von Leuchtstoffröhren sowie Halogenglühbirnen und LED-Lampen (Light Emitting Diode). Nadine Müller, Pressesprecherin des Leuchtmittelherstellers OSRAM GmbH äußerte gegenüber medien-mittweida.de: "Die Zukunft gehört auf jeden Fall den LEDs und organischen LED (OLED). Obwohl die Entwicklung bei den LED am Anfang steht, dringen die Leuchtdioden langsam, aber stetig in die Allgemeinbeleuchtung vor." Die Farbtemperaturen und das Lichtspektrum der neuen Lampen entsprechen nicht immer dem warmen Licht einer Glühbirne. Dies kann von vielen Menschen als ungewohnt und unangenehm empfunden werden. Prof. Dr. Jürgen Zulley, Schlafforscher vom Schlafmedizinischen Zentrum in Regensburg erklärt gegenüber medien-mittweida.de: "Die Energiesparlampen sollen einen höheren Anteil von blauem Licht haben und blaues Licht unterdrückt deutlicher die Melatoninausschüttung." Dies könne eventuell das Einschlafen behindern und somit am Abend ein Problem verursachen, so Zulley, doch fehlen dazu noch die entsprechenden Untersuchungen.

Enormes Einsparungspotential

Die EU-Kommission erhofft sich nun eine Verringerung der CO2-Emissionen um bis zu 15 Millionen Tonnen und eine jährliche Energieeinsparung von 40 Terawattstunden. Dies entspricht ungefähr dem Stromverbrauch in ganz Rumänien oder dem von elf Millionen europäischen Haushalten. Den Berechnungen der Kommission zufolge spare ein durchschnittlicher Haushalt dabei zwischen 25 bis 50 Euro jährlich. Vielleicht können wir ja doch noch auf ein warmes, natürlich erstrahlendes Weihnachtsfest hoffen. Forscher der Fachhochschule Münster sind derzeitig mit der Entwicklung neuer LED-Dioden beschäftigt.



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